First things first: Ich bin eine Person mit Morgenroutine. Seit Jahren beginne ich meine Morgen mit Körper (-wahrnehmungspraxis), ich nutze sie für meine Hauptziele und lasse die Medien so lange wie möglich weg. Ich nutze Routinen, um Ziele umzusetzen und um meinen Energiehaushalt auszugleichen, fokussiert arbeiten kann ich am besten, wenn ich mir feste timeframes setze und das mache ich auch. Gerade als Kreative und Freischaffende hilft mir das enorm, um Dinge umzusetzen und ein gestaltendes Leben zu führen.
Und doch kann ich nur nicken und meiner Fokussiertheit beim Schmelzen zusehen, wenn mich die zauberhafte Georgie Jones erinnert:
“Not everybody needs to get up at dawn and do hot yoga.
(You can if you want to — I love that for you — but other options are available.)
It’s not compulsory to jug your lemon water and find your purpose before 7 a.m.
(Again — if that’s your thing, I love that for you.)
Me? I’m having a Cornetto and spicy peanuts because
I’m a grown-up and I can do whatever I want.”
Es berührt eine erschöpfte Seite, und erinnert mich daran, das Leben übernehmen zu lassen.
Ich glaube, das ist eine Erinnerung, die allen gut tut, die sich viel mit Optimierung und der Umsetzung von Zielen beschäftigen.
Ja: um Ziele umzusetzen ist ein gutes Zeitmanagement und ausgerichtetes Handeln super wichtig.
Und ja: Gegenwärtig sind wir, wenn wir uns von unserem Umfeld berühren, beeinflussen oder führen lassen und das geschieht leichter wenn nicht jede Handlung ein Ziel verfolgt.
Als Kunstschaffende haben wir den Vorteil, dass uns der Umgang mit Material regelmässig in eine mehrsinnliche Auseinandersetzung mit etwas ausserhalb unserer eigenen vielleicht erdachten Richtung holt - gleichzeitig fehlt uns vielleicht auch manchmal eine klare Timeline.
Deshalb macht es Sinn sich hin und wieder zu fragen:
Wovon braucht es in meinem Leben gerade mehr oder weniger? Mehr Richtung oder mehr Wahrnehmung?
Seit geraumer Zeit feiere ich zum Beispiel Momente, in denen ich kein bestimmtest Ziel verfolge und stelle fest, dass mir in solchen Momenten das Butterbrot besonders gut schmeckt.