Partizipation - Diversität - Outreach -
Kunstvermittlung
Welche Rolle spielen Kunstprojekte dabei, Kontakt herzustellen - zwischen Kunst und Besucher:in - unter Menschen - mit mir und dem Anderen? Hat Kunst vielleicht das Potenzial, eine neue, gerechtere Form des Zusammenlebens zu kreiieren? Diesen Fragen gehe ich in Kunstprojekten und als Dozentin nach.
Fünfzehnjährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Vermittlungsformaten im Themenfeld Partizipation, Diversität und Zielgruppenarbeit an Museen (Kooperationsprojekt zwischen Haus der Geschichte Stuttgart, Linden-Museum Stuttgart, Staatliches Museum für Naturkunde, Staatsgalerie Stuttgart), Theatern (Kammerspiele München, Stadttheater Freiburg) und in Projekten der Jugendkunstschule/Kunstverein Freiburg. Wissenschaftliche Vertiefung der Themen Diversität und Methodik im Rahmen einer Promotion (SINTA Programm der Universität Bern) und jetzt innerhalb von Lehraufträgen an der Ludwigs-Maximilians-Universität München.
Tätigkeiten als Dozentin
Lehre
Lehrauftrag an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Institution und Zielgruppe“
Dem lauten Ruf nach mehr Partizipation folgend, werden Publika zur Mitbestimmung eingeladen, mithin gar aufgefordert und Institutionen beschäftigen sich intensiv mit der Frage, wie sie tatsächlich ALLE erreichen können. Kurationen von Festivals werden in die Hand von Menschen „mit Migrationshintergrund“ gegeben und die Bühne expandiert durch Outreachprojekte in den öffentlichen Raum.
Diese Bewegung verändert sowohl das Verhältnis zwischen Anbietenden und Zielgruppen als auch Arbeitsweisen z.B.
innerhalb von Institutionen.
In meinem Seminaren gebe ich eine Einführung zu Möglichkeiten heutiger Vermittlungsarbeit und erarbeite gemeinsam mit den Studierenden ein eigenständiges Projekt.
WS 25 26 Come Together -
Theaterlabor an der
Studiobühne. Theaterwissenschaft
An der Studiobühne der Ludwigs-Maximilian Universität München steht Applied Theatre im Zentrum - das heisst: mehr Gesellschaft, Installation und Verknüpfung zu anderen Fachrichtungen als das klassische Theater.
In unserem Seminarprojekt "Deine Stimme hal(l)t" schlagen wir eine Verbindung zwischen den Veränderungsprozessen am Theater und Impulsen von Student:innen aller Fachrichtungen.
Applied Theatre heißt für uns: Bühne öffnen, Menschen einladen, gemeinsam Realität zu verändern — nicht nur zuzusehen, sondern mitzuspielen, mitzudenken, mitzuwachsen.
Über ein Semester sammeln wir Stimmen und Geschichten zu Veränderung und dazu
welche Realitäten am Theater neu ausprobiert werden sollten.
Am 07.02. ab 14:30 laufen dann über Lautsprecher alle Beiträge zu verschiedenen Kontexten über Veränderung. Und wer weiß - vielleicht entsteht daraus eine neue (Theater-)Geschichte.
Mehr Infos unter: come_together_studiobühne auf Insta.
WS 24 25
Für Alle - Institutionen und
„Zielgruppen“
Im Austausch mit der Vermittlung der Münchner Kammerspiele werden Fragen erforscht wie: wen wollen wir erreichen, wie tun wir das und mit welchem Anliegen?
Münchner Kammerspiele, 12.7.24
In unserem „Nachtgespräch“-Format planen wir einen interaktiven Walk im Foyer in Anlehnung an das installative Konzept der Inszenierung. Der Walk besteht aus mehreren Stationen, an welchen die Zuschauer:innen ihre Assoziationen zu der Inszenierung auf unterschiedliche Weise artikulieren können. Der Walk soll eine möglichst freie Auseinandersetzung ermöglichen und das so niedrigschwellig wie möglich mit unterschiedlichen Ausdrucksformen, wie z.B. Zeichnen, Schreiben, Songassoziation, Audioaufnahmen etc.
IST DAS KUNST ODER VERMITTLUNG?
Entwicklungen in der Kunstvermittlung und was das mit der Jugendkunstschule zu tun haben könnte
Vortrag im Rahmen des Fortbildungstagung des Landesverbandes der Kunstschulen
Samstag, 25.04.2026
Die Rolle, die Kunstinstitutionen gesellschaftlich spielen, hat sich im vergangenen Jahrzehnt verändert: In der aktuellen Kunstvermittlung an Museen und Theatern geht es heute weniger um Wissensvermittlung als zunehmend um einen eigenständigen (künstlerischen)
Prozess, der Erfahrungsräume erzeugt und Beziehungen zwischen Menschen ins Zentrum stellt. Partizipative Formate laden Besucher*innen zur Mitgestaltung ein und oft entsteht dabei eine von dem betrachteten Werk fast unabhängige eigenständige künstlerische Produktion. Das Ziel: Räume schaffen, in denen eine diverse Gesellschaft sich selbst verhandeln kann und Labore für andere Formen des Zusammenlebens.
In diesen Laborräumen werden Besucher*innen häufig sensitiv und über multiple Kommunikationswege angespro-
chen oder zur Beteiligung eingeladen.
Auch in der Kunstpädagogik arbeiten wir mit der ganzen Gesellschaft, Kinder und Jugendliche sind Teil davon, erleben Welt, Wandel, „Kultur“ – jetzt.
Dieser Vortrag stellt die Frage, welche Ansätze der sogenannten transformativen Vermittlung auch in die Arbeit in der Jugendkunstschule hilfreich sein könnten um neue, vielschichtige Kommunikations-wege aufzubauen. Es werden aktuelle Tendenzen dargestellt, Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt und Ideen für mögliche Konsequenzen entwickelt.